Start ins Berufsleben bei FTE in Ebern

Acht Azubis und neun Studenten haben soeben ihre Verträge erhalten. Sie lernen jetzt ihre Kollegen und das Unternehmen kennen und legen mit ihrer Ausbildung los.
In den Räumen in der Portierstelle am Eingang zur Firma FTE harrten am Donnerstagnachmittag zahlreiche junge Leute mit erwartungsvollen Gesichtern auf das, was in den nächsten Monaten auf sie zukommen wird. Sie beginnen eine Ausbildung beim größten Arbeitgeber im Landkreis Haßberge und waren eingeladen, um ihre Ausbildungsverträge entgegenzunehmen.
Stephan Walter, Ausbildungsleiter in der Lehrwerkstatt der Firma FTE, wird sich während der Lehrzeit mit seinen Ausbilderkollegen um die jungen Menschen kümmern, um ihnen das Rüstzeug für ihren angestrebten Beruf zu vermitteln. Einen Teil des Firmengeländes des weltweit tätigen Unternehmens lernten die Einsteiger auf dem Marsch von der Wache zur Lehrwerkstatt kennen.
Eine, die sich für einen männerdominierten Beruf entschieden hat, ist die 17-jährige Laura Gromhaus aus Ermershausen. Warum möchte sie Mechatronikerin werden? Laura hat in der Mittelschule den mittleren Bildungsabschluss erworben. "Technik interessiert mich, weshalb ich bei einer Firma ein Praktikum gemacht habe, und da wusste ich gleich, das liegt mir, das ist mein Ding", sagt die 17-Jährige. Froh war sie deshalb, als sie nach ihrer Bewerbung bei FTE eine Zusage für den Ausbildungsplatz erhielt. Sie weiß, dass schon vor ihr viele junge Frauen diesen Weg gegangen sind und geht ihre Berufsausbildung mit Optimismus an. "Gespannt bin ich schon, wie alles so abläuft", sagt Laura Gromhaus.
In der Lehrlingswerkstatt wurde die Gruppe im Gefolge von Ausbildungsleiter Stephan Walter von vier seiner Kollegen erwartet. Dort konnten die angehenden Azubis einen ersten Eindruck sammeln und sie bekamen von den Ausbildern Informationen, was sie auf den verschiedenen Gebieten der Technik erwartet. Was passiert in der Lehrwerkstatt, was im Messraum mit der Messtechnik, was im Technologieraum und wo werden sie was über Elektro-Pneumatik erfahren? Zu all diesen und weiteren Punkten gab es von Stephan Walter und seinem Ausbilderteam kurze Informationen, denen auch die Eltern lauschten, die den ersten Schritt ihrer Kinder in die Berufswelt begleiteten.
Weitere Auskünfte gab es von Elisabeth Schneider, Referentin für Aus- und Weiterbildung, Karin Wirsing vom Betriebsrat und weiteren Verantwortlichen. So ging es auch um die betrieblichen Altersvorsorge. Einen "tieferen Einblick" in die Firmenstruktur gewährte Personalleiter Olaf Fritsch mittels einer entsprechenden Präsentation und mit einem Imagefilm.
Näher werden sich die "Neuen" bei einem "Kennenlernseminar" kommen, welches zu Beginn der praktischen Ausbildung im September erfolgen wird, teilte Elisabeth Schneider mit. Sie und Personalleiter Olaf Fritsch übergaben die Ausbildungsverträge an die Berufseinsteiger.
Laut Auskunft von Antje Haase, Leiterin der Unternehmenskommunikation, bietet FTE heuer neun Studierenden und acht Azubis einen Ausbildungsplatz. "Damit sind die Zahlen etwas höher als im Jahr 2014", sagte Haase. Wie es 2016 aussehen wird, konnte sie noch nicht sagen, nur so viel, dass gegenwärtig der aktuelle Bedarf für das Jahr 2016 ermittelt werde. Auf die Frage, ob bei FTE Fachkräftemangel herrscht, sagte Antje Haase: "Es ist kein Mangel im Facharbeiter- und Sachbearbeiterbereich erkennbar. Besetzungen mit Ingenieurqualifikation im Bereich Software, Hardware und spezifischem Wissen sind anspruchsvoll."
Text und Bild: Helmut Will